Sollen wir den gläsernen Steuerzahler einführen?
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13 Antworten zu “Gläserner Steuerzahler”


  1. 1 Rainer Bühler

    Bloss nicht. Man muss dem grossen Nachbarn nicht alles nachmachen.

  2. 2 Mark

    Natürlich nicht. Schliesslich dreht sich im Staat nicht alles nur ums Geld. Wir haben Grundrechte wie das Persönlichkeitsrecht! Wir sind doch keine Roboter :-) Wir sind Schweizer!!

  3. 3 Sepp Moser

    Ja aber klar doch - ich habe nichts dagegen, zB. als Bierglas die Steuern abzuliefern. Aber natürlich habe ich eine weitere qualifizierte und spezifische Frage falsch verstanden…

  4. 4 Alfonso Ramon

    Sofort!

    Der normale Bürger muss ja eh schon den Lohnausweis mit der Steuererklärung abgeben - falls er noch im selben Kanton arbeitet wie er wohnt wir der LA sogar direkt der Steuerbehörde weitergereicht. Das ist dem Sinn ja bereits “gläserner Bürger”!

    Bleiben nun noch die übrig, welche wirklich was zum verstecken haben - Schwarzgeld usw.- und um die ists nun wirklich nicht schade!

    Übringens interessant, dass ausgerechnet die Leute Angst vor dem lockerung des Datenschutzes haben, welche sonst immer für mehr Überwachungsstaat sind. Es geht hier halt nicht um Identitäten sondern um Geld!

  5. 5 C.Schmid

    Die Steuer sollte direkt vom Monatslohn abgezogen werden, da sehe ich absolut keine Nachteile. Bei Zahlungsaufschüben, Ratenzahlungen und üble Zinswuchereien sieht’s hingegen schon etwas anders aus. Auf derartige “Freiheiten” könnte man getrost verzichten.

  6. 6 L.

    liebe gläserne diskussionsteilnehmer

    ihr vertraut der ganzen welt in webforen, flicker-, youtube-, xing-websites und weissnichtwo eure “lustigsten”, peinlichsten und intimsten meinungen, (lebens-)geschichten, bilder und videos an, das ganze oft signiert mit eurem vollen namen.
    vor einer transparenz gegenüber steuerbehörden sträubt ihr euch, obwohl diese behörde wohl um grösste diskretion gegenüber dritten besorgt ist.

    L.

  7. 7 Patrick B. Ludwig

    Wenn das Schweizervolk dumm genug ist, sich vom eigenen und fremden Mächten so gängeln zu lassen allerdings…. Ein Volksentscheid wäre zu befolgen.

  8. 8 Yves Welte

    Sind Wir ehrlich vor bald 70 jahren haben wir über “!26000!” Bunkeranlagen aufgebaut zur verteidigung unseres Landes, das wir bei einer begegnung mit dem Feind den kürzeren gezogen häten weis hier jeder, jedoch hete der feind extreme verluste verzeichnen müssen.
    früher liesen wir uns nix gefallen aber das was jetzt passiert ist jemmerlich unser land ist am winseln!! seuftz!! wo führt das noch hin?????

    Die deutschen Versuchten es mit dem 1. - 2. weltkrig sie schaften es nicht jetz veruchen sie es langsam das sie mit ihrer politik und gesetzgebung einschleichen!!

    wen ihr am grenzbezirk zu deutschland wohnt wist ihr was wier für ein problem haben!!

  9. 9 Daniel Martinelli

    Die aktuelle Situation:
    Die Schweiz hat ein gutes Steuersystem. Wer seine Steuererklärung nicht abgibt, wird eingeschätzt und gebüsst. Danach wird der eingeschätzte Betrag jedes weitere Jahr erhöht. Wer also im 2006 auf 70′000.- CHF veranschlagt wurde, sollte im 2007 auf 75′000.- CHF veranschalgt werden usw. Steuerbetrug ist in der Schweiz ein Antragsdelikt. D.h. eine Steuerverwaltung darf keine willkürlichen Steuerprüfungen durchführen, es sei denn eine Anzeige von aussen her liegt vor. Also, wenn z.B. Herr Huber den Herrn Meier bei der Gemeinde verpfeift, weil er weiss dass Huber letztes Jahr viel mehr verdient hat als im Jahr zuvor. Sei es wie es will…

    Ich würde mir wünschen dass die Steuern in Zukunft direkt vom Lohn abgezogen werden. Dies würde vielen Menschen das Leben erleichtern. Insbesondere denen, die sich mit Administration nicht gerne beschäftigen oder gar nicht auskennen. Eine Steuererklärung wäre ja trotzdem immer zu machen. Das Fürstentum Liechtenstein hat hier eine sehr gute Praxis. Der Lohn wird monatlich mit den Steuern belastet. Die Steuer wird erst eingeschätzt, im Folgejahr dann erklärt und alfällige Differenzen werden zurückerstattet. In der Regel werden mehr Steuern vom Lohn einbehalten als fällig wären. Ende Jahr hat man dann nicht nur der 13. Monatslohn, sondern in den Jan/Feb Monaten eventuell auch eine Steuerrückzahlung. Nicht schlecht oder?

  10. 10 Arabella

    @Rainer Bühler
    8. April 2009 at 14:03
    Bloss nicht. Man muss dem grossen Nachbarn nicht alles nachmachen.

    Ist der deutsche Steuerzahler gläsern und der Schweizer nicht?
    Ich hab in beiden Ländern gearbeitet und Steuern gezahlt. Es gibt keinen gravierenden Unterschied. Nur dass es in dem einen Land vom Lohn abgezogen wird und wir hier einen Einzahlungsschein haben. Auch gibt es für mich in der Schweiz kein Bankgeheimniss. Mit regelmässiger Sturheit verlangt die Gemeinde von mir, dass ich alle Konti offen lege und die Bankbelege dazu bringe. Werde sie dieses Jahr mal darauf aufmerksam machen, dass es ja ein Bankgeheimnis gibt. Deutsche Bürger, die die Leistungen des deutschen Staates in Anspruch nehmen, bringen ihr Geld schwarz, hauptsächlich nach Liechtenstein und in die Schweiz, das ist das was Steinbrück unterbinden will. Ich finde er hat das recht dazu. Wen die Schweiz da nicht mit spielt wird er zu anderen Mitteln greifen. Völlig i.O. oder nicht. Vergesst nicht, es geht um deutsches Geld und nicht um schweizer Geld. Das ganze schwarze und hinterzogene Geld macht ca. CHF 1000 Netto pro Schweizerbürger. Stand vor 3 Wochen in der Weltwoche. Na wenn da jemand sagt, das ist in Ordnung, dann weiss ich nicht war Moral heisst. LG

  11. 11 Ralf

    Saluti zusammen,

    ich bin Deutscher, arbeite seit 2007 in der Schweiz, seit 2008 bin ich Aufenthalter.

    Ich finde das Schweizer Steuersystem - so gut ich es bisher kenne - besser, auch bei allen kantonalen Ungleichheiten. Grundprinzip ist doch: Es werden generell Einkünfte und Eigentum besteuert, egal, welcher Art die Einkünfte sind bzw. wie das Vermögen beschaffen ist. In Deutschland werden hier viele Unterschiede gemacht, und das hat Gründe.

    In Deutschland führt der Abzug der Steuer vom Lohn dazu, dass es ungleichgewichtige Teilnehmer im Steuersystem gibt: diejenigen, die Steuern zahlen aus Einkünften aus unselbständiger Arbeit (Arbeitnehmer), und diejenigen, die Steuern zahlen aus Einkünften aus selbständiger Arbeit (Selbständige bzw. Unternehmen). Die Unternehmen, die MA beschäftigen, sind per Funktion die unbezahlten Steuereintreiber der Finanzämter für die Lohnsteuer der Arbeitnehmer, und deswegen werden die Behörden erstere prinzipiell eher schonen als belästigen. Die Arbeitnehmer in Deutschland werden hingegen immer mehr geschröpft und haben gar nicht die Möglichkeit, “steuermindernde Massnahmen zu ergreifen”.

    Das Gesamtsteueraufkommen in DE bestand in den 1960er Jahren zu mehr als 70% aus Steuern aus unternehmersichen Einkünften, Erträgen, Körperschaften und Kapitalanlagen. Heute macht dies noch 20% aus, der Löwenanteil setzt sich zusammen aus der Lohnsteuer der Arbeitnehmer und indirekten Steuern (Mehrwertssteuer, Versicherungssteuer, etc.). Zweiteres wird zwar auch von Unternehmen gezahlt, aber letztendlich im Endverkaufspreis berücksichtigt und beim Konsumenten wieder abgeholt. Beim Vermögen ist zwischen unternehmerischem (Firma) und privatem (z.B. Aktionär) zu unterscheiden. Das erste kann kleingerechnet werden, zweites hat nur die Möglichkeit, durch Abwanderung in Länder wie CH an der Steuer vorbeizukommen.

    Der bundesdeutsche Finanzminister ist nun hinter Privatvermögen in CH her, weil er seine nächste Unternehmenssteuerreform nach 2010 finanzieren muss (die Krise “zwingt” ihn dazu), und weil er von der schreienden Ungerechtigkeit bei der Besteuerung von unternehmerischen und arbeitnehmerseitigen Einkünften ablenken will. Selbst öffentliche Landesbanken mit der Politik im Aufsichtsrat haben ihr Geld am Staat vorbei auf Steueroasen geschaffen - man muss ich das mal vorstellen! Grossunternehmen zahlen so gut wie gar keine Steuern mehr in DE.

    Ich meine: wenn bei der Besteuerung von Einkünften (also der Mittel, wie Vermögen zustande kommt), mehr Gerechtigkeit herrscht (Arbeit und Einkommen aus Wohneigentum wird gleich besteuert, beide zaheln soziale Abgaben) und das Niveau insgesamt erträglich ist, dann brauche ich das Vermögen (als Resultat von Einkünften) nicht mehr so hoch besteuern und ihm nicht hinterherrennen. Aber: der SPD sitzt die Linke im Genick, bald haben wir Bundestagswahl. Zum anderen will DE die Schweiz schwächen, weil sie nicht Mitglied ist im hehren Club der Demokratieschleifer und sich nicht einem System unterwerfen will, wo ein paar Grosse und Starke alles und jeden kontrollieren (Stichwort Bilderberg-Konferenz).

    Diese Steuer-Umschichtung aufgrund der ganzen Unternehmenssteuerreformen und die ganzen Möglichkeiten finanzbuchhalterischer und steuerrechtlicher Art zeigen deutlich, dass die Wirtschaft in DE erheblichen politischen Einfluss hat, und das hat sie ihrem Status als Steuereintreiber für Lohnsteuern zu verdanken. Andererseits jammert sie ständig scheinheilig rum, dass die Lohnnebenkosten in DE so hoch seien und deswegen sei man zurückhaltend hinsichtlich Beschäftigungserweiterung in DE und schaffe stattdessen Arbeitsplätze im billigeren Ausland (richtig: das riecht nach Erpressung).

    Die Steuerangabe und -zahlung des Schweizer Steuerpflichtigen direkt an die Behörden ist indirekt eine gewisse Demokratie-erhaltende Angelegenheit und verhindert, dass hier ein Mächteungleichgewicht entstehen kann. Dem deutschen Arbeitnehmer/Steuerzahler misstraut der Staat, vor der Wirtschaft rollt er teilweise den roten Teppich aus. Wem die Demokratie und ein Gleichgewicht aller gesellschaftlichen Gruppen etwas wert ist (mir ist das viel wert), der sollte es nicht wie DE machen.

    FG Ralf (Thurgau)

  12. 12 Globi

    Die Arbeitnehmer, solche die meistens nur ihre Löhne als Einnahme haben, sind ja gläsernde Bürger, warum also nicht auch Arbeitgeber und Selbstständigerwerbende gläsernd machen? Oder wäre es vielleicht besser die Lohnausweise abzuschaffen somit jeder deklarieren darf nur was er will.

  13. 13 Helmut Hugel

    Der gläsernen Steuerzahler ist schon lang eingeführt man wird nicht darauf aufmerksamgemacht.

    Einkaufen auf Karte ?
    Genussmittel
    Vorlieben für ein Brot
    Schokolade
    Man kann alles zuorten.
    Banken jeder Rappe kann nachvollzogen werden.
    sogar noch feiner
    zahlt seine spät
    Lebt über seine Verhältnisse.usw

    Der Glasklare Bürger ist schon lange eingeführt.

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