Ist es richtig, dass die Schweiz ein fehlendes Unrechtsbewusstsein beim Bankgeheimnis hat?
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40 Antworten zu “Unrechtsbewusstsein Bankgeheimnis”


  1. 1 Olga Rindlisbacher

    Kann ein Land ein Unrechtbewusstsein haben? Haben wirklich ALLE Schweizerinnen und Schweizer kein Unrechtbewusstsein. Ich bin Schweizerin und habe eines. Ich empfinde es beispielsweise als unrecht oder ungerecht, derartige Pauschalurteile abzugeben und weiterzuverbreiten. Unterste Schublade, so etwas macht höchstens eine Boulevardzeitung. Oder ein deutscher ETHIK-Professor an der HSG St. Gallen, der damit deren Ruf schwer schädigt.

  2. 2 Sascha

    Ich finde schon. besonders wenn ich bedenke wie sehr fast sämtliche Medien in der Schweiz berichten, dabei lachen Sie sich doch ins Fäustchen dass Hr. Steinbrück dermassen ungehobelt argumentiert hat, damit haben unsere Medien den idealen Grund die wahren Inhalte der Diskusion zu umgehen… schliesslich ist es doch eine Tatsache dass Milliarden am deutschen oder franz. Fiskus vorbei, zu unseren banken geschleust werden. Und wie nördlich des Rheins das Steuersystem gehandhabt wird ist grundsätzlich nicht unser Problem.
    Ich finde es jedenfalls sehr verwerflich wenn ein deutscher Professor von seinem Chef in der Schweiz als Nestbeschmutzer beschimpft wird, nur weil der seine Meinung kundtut. Wurde zb. Stephan Märki in D. wegen seines deutschlandkritischen Interviews im TA ebenfalls dermassen beschimpt?
    Mal ehrlich gesagt; Das Bankgeheimniss (seit den 30er Jahren eingeführt) ist für mich ebenso eine Pseudotradition wie das Fondue in der Deutschschweiz, ich denke mal Sauerkraut und Blutwurst ist hier schon länger bekannt. Der hunderte von Jahren begangene Solddienst war schon eher eine Tradition… Scnr ;-))

  3. 3 Dani

    Das Bankgeheimnis per se ist ja nicht absolut gültig. Doch gestehen wir serlbst den den Schweizer Bürgern das “Vergessen” eines Kontos zu und betrachten dies nicht gleich als Straftat im Sinne eines Verbrechens, sondern als Ordnuingswidrigkeit im Sinne der Nebenstrafgesetzgebung.

    Die Schweiz ist genauso ein Sozialstaat wie Deutschland, nur dass wir trotz relativ niedriger Belastung mit direkten Steuern trotzdem ein funktionierendes System und eine verhältnismässig geringe Staatsverschuldung und ebenso eine ziemlich geringe Arbeitslosenquote haben.

    Wenn Deutsche Bürger im Schnitt einen Drittel des Jahres für den Staat arbeiten, so ist es durchaus verständlich, dass sie zumindest ihr Vermögen (welches - vermutlich - auch höher als in der Schweiz besteuert wird im Ausland vor den Fängen des deutschen Fiskus in Sicherheit bringen).

    Weiter ist zu beachten, dass auf dessen Erträgnissen die Zahlstellensteuer - ähnlich unserer Verrechnungssteuer erhoben wird, so dass diese Einkünfte dem deutschen Staat - theorethisch nicht verloren gehen.

    Wenn man bedenkt, dass die Politiker in Deutschland an sich eine eigene Berufsgattung sind, welche vollumfänglich vom Steuerzahler finanziert wird, so ist deren Profilierungssucht durchaus begreiflich. Doch fragt sich auch wieviele derer, die die Hatz auf die Schweiz anführen selbst Konti in Liechtenstein, der Schweiz oder an einem anderen Finanzplatz ohne automatischen Informationsaustausch unterhalten. Im Übrigen erhalten (von den Bundesräten abgesehen) die Schweizer Politiker nicht eine lebenslange, im Vergleich zum Durchnittsbürger fürstliche, Ruhestandsrente lediglich aufgrund der Tatsache, dass sie mal im Parlament einsitz hatten. Viele unserer Milizparlamentarier (ich nehme an die Grosszahl) haben auch einen Beruf, den sie hauptberuflich ausüben. Hiermit decken die Sessionsentschädigungen etc. sicher nicht viel mehr als den Zusatzaufwand ab, den sie neben einem Fulltime Job (oftmals als Unternehmer) haben.

    Bevor gegen andere geschossen und damit von den innenpolitischen Problemen abgeleknt wird, sollte man mal vor seiner eigenen Türe kehren…

  4. 4 Jonas Ryser

    Schon nur die Fragestellung die auf dieser Seite einleitend genannt wird ist unbrauchbar: “Ist jeder Schweizer ein krimineller Zudiener von Geldwäschern und Steuerbetrügern? Oder stehen wir völlig zu Unrecht international am Pranger?”.

    Was hat den “jeder Schweizer” mit dem Bankgeheimnis zu tun? Stehen “wir” am Pranger? Sind “wir”, und damit ist wohl “jeder Schweizer” gemeint, denn die Banken? Ist “jeder Schweizer” CEO einer Grossbank? Oder Politiker? Solche Verallgemeinerungen sind Niveau schlechter Boulevardpresse und ermöglichen keine Diskussion. Das Konzept dieser Webseite scheint mir ziemlich missglückt zu sein.

    Dasselbe gilt für diese Frage: Hat die Schweiz ein fehlendes Unrechtsbewusstsein? Die Schweiz ist ein Staat. Kann ein Staat überhaupt ein Bewusstsein haben? Nein, einzig seine Angehörigen können das. Spricht man nun gleichzeitig von allen Schweizerinnen und Schweizern, so wird man der Vielfalt von Meinungen und Einstellungen niemals gerecht werden. Darum: Auch diese Fragestellung ist unbrauchbar, selbst wenn man aus “die Schweiz” die Staatsangehörigen ableiten würde.

    Was die Diskussion weiterbringen könnte: Weniger Polemik, sachliche Diskussion, keine sinnlosen Verallgemeinerungen.

  5. 5 Chris Chou

    Im Moment sind all diese Staaten (EU und USA) so sehr damit beschäftigt, zu probieren uns Schweiz in die Pfanne zu hauen, dass sie ganz vergessen, in ihren eigenen Ländern/Staaten nach dem Rechten zu sehen. Was soll das eigentlich? Halten die uns für blöd? Oder sind sie es selber, dass sie uns für blöd halten? Meine Meinung ist: Die wollen nur ablenken, dass sie eigene Steueroasen haben und nicht einen Finger rühren wollen, um diese zu beseitigen. Wenn ich unsere Politiker (Bundesräte) wäre, würde ich allen sagen, sie sollen zuerst mal vor ihrer eigenen Türe kehren und dann sehen wir weiter. Was macht die politische Führung der Schweiz stattdessen? Die () machen wie immer den Bückling.

  6. 6 Sandra

    (K)Ein Unrechtbewusstsein haben all jene, die das Bankgeheimnis schamlos ausnutzen. Da sind bestimmt ein paar Schweizer dabei. Dem Grossteil der Bevölkerung käme es gar nicht in den Sinn, weil sie nichts zu hinterziehen haben. Reiche Menschen rund um den Erdball profitieren sehr unrechtsbewusst vom Schweizer Bankgeheimnis. Was ist mit der vielgelobten Eigenverantwortung?

  7. 7 H.P. Ehrensperger

    Die Krise ist Amerika-gemacht. Und ausgerechnet die wollen uns “moralisieren”? Und dann die Deutschen und andere? Die vertreiben doch die Besserverdienenden mit hohen Steuern ausser Landes.

  8. 8 Swambo

    Guten Tag
    Diese Umfrage ist wenig sinnvoll, da sie in der Schweiz stattfindet. Da aber die Listen, Sanktionen usw im Ausland gemacht werden, wäre es viel sinnvoller diese Frage dort zu stellen. Peer Steinbrück hat ganz geschickt den schwarzen Peter in die Schweiz geschickt. Mit Nazivergleichen, Drohbriefen und Boykottaufrufen haben ja die Schweizer ganz Europa gezeigt, welchen Geistes Kind sie sind (so jedenfalls die Wahrnehmung ind D, F usw) In den anderen “Indianer”-Ländern wurde das Ganze mit einem Schmunzeln ignoriert, da schreit jetzt auch kein Hahn nach. Die Schweiz allerdings hat aber auch wirklich nichts unversucht gelassen, sich ganz vorne in Rampenlicht zu drängen…. Genauso hat es der Peer auch geplant und die schweizer Politiker und Journalisten sind ihm voll ins Messer gelaufen.
    Ein kleines bisschen Coolness hätte hier nicht geschadet..

    Gruss Swambo

  9. 9 lilrosa

    Jede Sozialgeldbezügerin/-bezüger muss, ob er/sie will oder nicht die eigenen Konten offenlegen, da gibt es keine Geheimnisse. Weshalb diese Hysterie bei Normalbürgern? Sind dies bessere Menschen? Gelten für sie andere Rechte und Pflichten? Weshalb sacken Banken Geld vom Staat ein und man nennt es nicht Banksozialhilfegeld? Warum ergreifen wir nicht die Möglichkeit die Steuern auf ein Sperrkonto einzuzahlen, bis die Banken ihre Konten offen legen, denn die Banken sind es, die das grösste Interesse haben, Gelder zu verstecken. Ich kenne viele Leute,die ihre Konten oder Guthaben nicht angeben oder diverse Gelder in Schliessfächern aufbewahren, weil sie nicht 2mal Steuern bezahlen wollen. Einmal als Verdienende und einmal als Vermögen. Steuergerechtigkeit(Abschaffung des Bankgeheimnisses gäbe den betrogenen Ländern ihr Geld zurück, wir BürgerInnen würden nicht auf Kosten betorgener Staaten leben und den SozialhilfebezuügerInnen brächte es ein wenig soziale Gerechtigke durch die Transparenz und vor allem die Glabuwürdigkeit, Die Schweiz ist unglaubwürdig geworden.

  10. 10 Bernhard

    So viel mir ist, wurde das Bankgeheimnis zum Schutz verfolgter Ausländer eingeführt. Dieser Hauptgrund wird in den Medien nicht erwähnt. Wichtig war dies zur Hitlerzeit. Dann kamen die Sozi-Regierungen mit ihren horrenden Steuersätzen. Da ist doch klar, dass der letzte Reiche seine Rappen in Sicherheit bringt. Dann sehen wir rückblickend, dass in “politisch unsicheren Zeiten” sehr viel Geld zu uns geflossen ist. Wir können stolz sein und die Neider sich ins Leere reden lassen. Von D-Politikern her kommt es mir vor, als ob die nie Geschichte gehabt hätten in der Schule. Oder sind wir schon soweit wieder, dass der “D-Grössenwahn” aufkommt?

  11. 11 bob

    Dass die Medien das nicht aufgreifen ist klar. Die Deutschen (als Rädelsführer) haben es nun geschickt verstanden, die Amerikaner gegen uns (Indianer) vor den Karren zu spannen und marschieren im Stechschritt auf uns zu.
    Die Finanzkrise betrifft nun mal eben das gesamte Bankwesen, weshalb eben alle Facetten des Bankwesen beleuchtet werden. Da die Staaten nun mit beiden verfügbaren und auch nicht verfügbaren Händen das Geld ausgeben um zu retten, was nicht rettenswert ist, sich nun nach neuen populären Geldquellen umsehen ist mehr als nachvollziehbar.
    Es ist auch logisch, dass Obama nur vom Geldausgeben für die Rettung von “was auch immer” spricht, ohne den Steuerzahler die Rechnung zu präsentieren. Da klingt es schon besser, wenn man die “reichen” Kälber im weiten Ausland schlachtet. Die Schweiz ist das beste Opfer, weil jeder weiss, dass hier viel Geld liegt.

  12. 12 swambo

    Hallo zusammen
    Auch wenn hier kritische Beiträge einfaach verschwinden (so wie dieser wahrscheinlich auch) werde ich es nochmals versuchen. Interassant ist nicht die Frage, ob die Schweiz eine fehlndes Unrechtsbewusstesein hat, sondern ob die entscheidenden Leute/Länder/Meinungsmacher dieses glauben, bzw instrumentalisieren. In der europäischen Wahrnehmung ist Peer Steinbrück ein Robin Hood der gegen den Sherrif von Swissingham kämpft. Er muss dabei Nazivergleiche, ja sogar Drohungen von Gewlat erdulden. Für die europäische Öffentlichkeit ist klar, wer der Bösewicht ist. Und genau dass hat ja Peer gewollt!!!! Er wollte nichts von den Schweizern (noch nicht) sondern Meinungen bilden, Fronten schaffen. Und wenn ich hier wieder von Stechschritt lesen muss, dann habe einige hier nichts verstanden, denn folgende Wahrnehmung in der Europäischen Öffentlichkeit wird damit gefördert: “Der arme Peer! Er setzt sich nur für Gerechtigkeit ein und schon wird die Nazikeule geschwungen. Na die Schweizer werden es ja nötig haben, so zu reagieren. Ausserdem habe sie ja von den Nazis genug profitiert.” Ob das stimmt oder nicht spielt hierbei schon lange keine Rolle mehr……

    Gruss Swambo
    Die Schweiz ist dem Peer voll ins Messer gelaufen

  13. 13 Robert

    ..und wieder Mal ist der Normalbürger der Neger !..der kleine Bürger steht als Hehler da !…die Schweiz versteckt Schwarzgeld…das dann irgendwo fehlt…na und !
    Deutschland baut jedes Jahr Millionen von Autos die die Umwelt vergiften. Keiner käme auf die Idee deshalb alle Auto-Fabriken in Deutschland zu schliessen.
    Die Schweiz lebt nun mal zum Teil vom ” aufbewahren von kritischem Geld “.
    Wenn man in Deutschland und im Rest der EU als Normalbürger derart besteuert wird dass kaum noch Luft bleibt muss man sich ja nicht wundern wenn ein ” Notgroschen ” zur Seite geschafft wird. Lieber die letzte Mark in der Schweiz versteckt als dem Deutschen Fiskus in den Rachen geworfen.
    Deutschland und Frankreich haben die EU voll finanziert uns sind nun pleite…und räubern nun ihre eigenen Bürger bis zur Schmerzgrenze aus. Als Lediger / keine Kinder / nix zum absetzen ist man mit 50 % Besteuerung dabei…und ist noch nicht mal in einer glaubhaften Rentenkasse…denn die wurde von den Politikern für Gross-Europa-Erweiterung verheizt.
    Liebe Schweizer…macht weiter so..versteckt und verwahrt bis die Tresore platzen.
    Gruss Robert

  14. 14 Gary

    hallo,

    Es ist klar, dass Schweizer nicht alle Verbrecher sind. Aber ich glaube, dass durch diese ganze Geschichte werden Sie einfach ein bisschen bewusster über die Herkunkt des schweirischen materiellen Wohlbefinden. Dass andere Länder dass gleiche machen, klar.
    Ob die Schweizer damit weiterleben werden, klar. Aber vielleicht sind sie jetzt nicht so erstaunt über die Tatsache, dass weiterhin Immigranten die Schweiz als Eldorado anschauen, letzten wissen ja auch wo die Politische Elite der Entwicklungsländer (woher sie kommen), “Ihr” Geld verstecken. Sie folgen ja nur die “Geldströme”, weil wo Geld liegt, sollte auch Arbeit verfügbar sein.

    Lieber Gruss an Allen,

  15. 15 Peter Reinarz

    @Swambo: Ich kann der Argumentation die Berechtigung nicht ganz absprechen. Letztlich geht es hier um internationale Wirtschaftspolitik - im übertragenen Sinn könnte man auch sagen: Um einen Wirtschaftskrieg. Die Staaten brauchen besonders jetzt sehr viel Geld, um ihre enormen Massnahmen gegen die Wirtschaftskrise, Abwendung von Bankenpleiten usw. zu finanzieren. Das erklärt den jetzt noch grösseren Drang, zu verhindern, dass sich einzelne Bürger aus ihrer “fiskalischen Verantwortung” der Allgemeinheit bzw. dem Staat gegenüber entziehen können. Natürlich ist das auch eine besondere Gelegenheit für die politische Linke, ihrem generellen Umverteilungsdrang mehr politisches Gewicht zu geben. Im Zeichen der staatlichen Geldnot lässt sich der - tendenziell reiche - Steueroptimierer und erst recht der Steuerhinterzieher als besonders verwerflicher Zeitgenosse porträtieren, den es hart zu verfolgen gilt, und zwar auch über die Staatsgrenzen hinweg. Da haben die Industriestaaten mit hohen Steuerquoten gemeinsame Interessen, die gegenüber unfügsamen Kleinstaaten rigoros durchgesetzt werden.

    Es ist kein Zufall, dass Regierungen von Hochststeuerländern wie Deutschland, Frankreich, USA usw. zur heftigen Kriminalisierung von Steuerhinterziehern neigen. Ebensowenig kann es überraschen, dass diese Hochsteuerländer Staaten und deren Unternehmen, insbesondere Banken, welche aus ihrer Sicht den Bedürfnissen solcher Hinterzieher entgegen kommen, indem sie nicht bloss tiefere Steuern, sondern vor allem auch Anonymität in Form von Bankkundengeheimnissen und Ähnlichem offerieren, letztlich als Hehler von Steueraufkommen einstufen, welches ihnen selbst unrechtmässig (durch Hinterziehung) entzogen wurde.

    Aus der Sicht der genannten Hochsteuerländer - die sich ihrerseits auf demokratische Gesetzgebungsprozesse berufen - beruht insbesondere das Offshore Private Banking-Geschäft mit ausländischen Kunden in Staaten mit geschütztem Bankgeheimnis letztlich auf Unrecht, zumindest dann, wenn das Bankgeheimnis und die Nichtbesteuerung von Ausländern aktiv als Argumente zur Anwerbung ausländischer Kunden verwendet werden. Diese Länder sehen das geradezu als Anstiftung zur Steuerhinterziehung an. In dieser Sichtweise machen sich die Vermögensverwaltungsbanken in der Schweiz und an anderen bekanten Standorten ausserdem der Hehlerei (oder gar der Geldwäscherei) an unrechtmässig den ausländischen Staaten entzogenen Geldern schuldig. Die Staaten bzw. deren Gesetzgeber, die solches Tun erlauben bzw. sogar fördern, werden als Mitschuldige betrachtet.

    Das zitierte fehlende “Unrechtsbewusstsein” der Schweiz als Staat, bzw. ihrer Bürger als Souverän, und auch des Bankensektors in der Schweiz beruht letztlich auf unterschiedlichen Vorstellungen zur Steuergerechtigkeit. Der Schweizer Staat, geprägt von direkter Demokratie, hat sich insgesamt doch eher weniger Lasten aufgebürdet als viele unserer Nachbarstaaten und Handelspartner, und es werden hierzulande staatlichen Eingriffen in die Privatsphäre des Bürgers, insbeondere im fiskalischen Bereich, eher engere Grenzen gesetzt als in vielen anderen Staaten. Was das Ausland diesbezüglich als Unrecht ansieht, empfinden wir tendenziell durchaus als normal und legitim, weshalb wir auch gerne vom Schutz der finanziellen Privatsphäre sprechen. Problematisch wird das Ganze in der Tat dann, wenn wir uns vom Ausland vorwerfen lassen müssen, dass wir unsere liberale Haltung in fiskalischen Dingen gezielt auch dazu verwenden, Bankkunden aus dem Ausland anzulocken und sie zur Steuerhinterziehung ihren Herkunftsstaaten zu verleiten. Die mit solchem Geschäft erzielten Profite sind tatsächlich nicht ganz einfach zu rechtfertigen. In diesem Bereich dürfte heutzutage die Bereitschaft zur Übernahme einer erhöhten Verantwortung angesagt sein. Mit der Haltung, das Ausland sei selber schuld, wenn es mit überhöhten Steuern seine Bürger in die fiskalische Delinquenz treibe, wird man nicht weiter kommen.

  16. 16 Arthur

    Ein Teil der ganzen Misere ist auch der Schweizer Justiz anzulasten, die einfach viel zu langsam und mit den üblichen (helvetischen) Verschleppungen auf Rechtshilfeersuchen anderer Staaten bei Verdacht auf Steuerhinterziehung reagiert hat. Dass dadurch vom Ausland mit stark überrissenen Verhaltensweisen geantwortet wird, sollte die Schweiz nicht verwundern.

  17. 17 Felipe

    Ich finde, eine solch pauschale Aussage ist völlig daneben. Stellen wir uns das einmal vor: Wie soll ein ganzes Volk ein fehlendes Unrechtsverständnis bzgl Bankkundengeheimnis haben? Das ist eine brutale Unterstellung. Dazu gibt es aus meiner Sicht zwei wesentliche Dinge:

    1) Unrecht ist ein relativer Begriff, der von der Perspektive abhängt, die man einnimmt. Ob also der Schutz des Bankkunden vor dem Staat soweit geht, dass es Unrecht schafft, ist eine sehr relative Aussage.

    2) Wir müssen in dieser Diskussion zwei Dinge auseinanderhalten: die begründeten Bedenken bzgl des Bankkundengeheimnisses einerseits, und die knallharte politische Realität.
    Die “Unrechts”-Unterstellung mag je nach Perspektive als begründet erscheinen. Nur wird sie auf politischer Ebene nicht aus Recht- oder Unrechtsempfinden erhoben, sondern aus knallharten politischen Gegebenheiten. Das war bei den jüdischen Konten so, das ist auch jetzt wieder so.

    Deshalb:

    3) Innenpolitisch können wir das Thema ausführlich diskutieren. Aber Aussenpolitik - und das sollten wir nun endlich auch als Kleinstaat begreifen - ist Interessenpolitikt. Ethik und Moral werden dabei als Zweck gebraucht, aber nie als Ziel. Wir müssen uns mit allen Mitteln verteidigen. Und dazu gehören vorallem einmal unsere hart erkämpften liberalen Rechte, die in anderen Staaten gar nicht existieren. Und damit auch das Bankkundengeheimnis.

  18. 18 goldeneye81

    Jedes Land handelt in seinem Interesse und hat Leichen im Keller. Die Länder, die das abstreien, haben am meisten Dreck am Stecken. Wenn die Schweiz ein Bankgeheimnis hat, so kann sie das und es ihre freie Entscheidung. Allerdings ist es eher unklug, weil man sich international unbeliebt macht. Müssen wir ein Bankgeheimnis haben? Man sollte gute Geschäft auch auf sauberem Weg machen können sonst droht früher oder später der GAU!

  19. 19 Patrick B. Ludwig

    Natürlich! Wozu auch, wir tun gemäss unserer Gesetzgebung nichts unrechtes, die Gesetze andere haben uns nicht zu interessieren.

    Oder müssen wir ein Unrechtsbewusstsein gegenüber Somalia haben, nur weil wir die Mädchenbeschneidung nicht erlauben?

    Abgesehen davon geht es bei diesem Streit nicht um Recht oder Unrecht sondern nur um Macht. Unsere Deutschländer Nachbarn wollen mit Machtgehabe und Drohung uns dazu zwingen Ihren Gesetzen zu folgen. Dies ist weniger National SOZIALISTISCH e sondern vielmehr Stalinistische Politik.

  20. 20 R.

    Haben wir denn nicht schon vor 20 Jahren gewusst für warum`s das Bankgeheimnis gibt? Und? Keiner hat mit dem Finger auf die Schweiz gezeigt sodern mit beiden Händen Geld zu uns geschoben. Aber auch wir Schweizer sind kein Brot besser. Geschockt über Tatsachen welche schon seit 80 Jahren so bestehn. Ja, es ist Tradition in der Schweiz auch mal ein bisschen illegal zu handeln. Und ja wir stehn drauf. Geil auf tiefe Steuern und möglichst wenig Kontrolle beim Gschäffeln. So sind wir und warn auch nie anders. Das nennt sich dann diskret.

  21. 21 Swambo

    (at) Patrick B. Ludwig

    Falsch, falsch, falsch. Es ist die OECD und gesammte Europäische Umland, die dies forden. Diejenigen Schweizer, die sich immer wieder gerne als die Opfer von (ganz klar: immernoch Nazi-)Deutschland wähnen, verkennen die Situation, können einfach den Zusammenhang nicht erfassen oder zun dies mutwillig……
    Es ist immer einfach sich in die Opferrolle zu begeben. Damit gibt man allerdings jeglichen Einfluss auf. BUHUHUHUHUH der böse Onkel hat Indianer zu mir gesagt! DAs darf man doch nicht (sniff, sniff)… So werden gesammteuropäische Probleme nicht gelöst!

    Gruss Swambo

  22. 22 Daniel Martinelli

    Das Bankgeheimnis ist ein Gesetzt welches vor dem zweiten Weltkrieg eingeführt wurde um Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland ermöglichte, das Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Heute gibt es zwar keine Flüchtlinge mehr, zumindest keine die vor deutschen Nationalsozialisten flüchten müssen. Wer heute sein Geld auf einer schweizer Bank deponiert, tut dies in der Regel wegen dem einwandfreien Ruf den unsere Banken auf der ganzen Welt geniessen. Genau so wie das sog. “Schwarzwald Schwarzgeld” ein Irrglauben ist, kann man auch sagen dass das in der Schweiz “versteckte” Geld ein Irrglaube ist. Beinahe alle Länder der OECD kennen die Verrechnungssteuer auf Kapitalerträgen. Wer sein Geld in die Schweiz bringt und es in seinem Wohnsitzland nicht auf der Steuererklärung angibt, bezahlt in der Schweiz die Verrechnungssteuer, welche wiederum an die EU weitergeletite wird. Insofern ist es ein Witz, zu glauben dass die Schweiz von Steuerhinterziehung lebt. Die schweizer Banker sind zwar schon eine Gilde für sich, aber keinesfalls eine mafiöse Vereinigung die andere Staaten um ihre Steuern bringt. Sehen wir die Sache mal ganz nüchtern an… Bisher wurde von Herrn Steinbrück nur die Schweiz ins Visir genommen. Keiner redet über Monaco (F), Delaware (USA), Isle of Men (UK), Guernsey (UK), Cayman Island (UK) etc. Es sei zu beachten wie viele male hier (UK) hinter dem Domizil steht! Die Schweizer Banken verwalten gemäss jüngsten Medienberichten ca. 30% des Weltvermögens. Woher die Medien das wissen, weiss ich nicht. Jedenfalls muss dazu auch beachtet werden wo unsere Grossbanken überall ihre Niederlassungen haben. UBS und CS als die beiden grössten, haben rund um die Welt ihre Niederlassungen. Auch die Deutsche Bank ist in etlichen Ländern der Welt vertreten. In der Schweiz gibt es auch eine Niederlassung der “Bank of America”. Also, was soll das alles…. Auch das Geschwätz über das Fürstentum Liechtenstein geht mir langsam auf den Zahn. Firmen wie die Zürich Versicherungsgesellschaft, Würth und Thyssen haben Firmen hier. Auch die deutsche Raiffaisen Bank hat eine Niederlassung in Vaduz. Also was soll das alles…

  23. 23 Neo Macro

    Nun dank dem Bankgeheimniss sterben Millonen Menschen jährlich …. doch wem interessiert das schon … sie sind halt das moderne Kannonenfleisch - hauptsache uns geht es gut … und schliesslich ist eine EIDGENOSSENSCHFT , für die die gut deutsch verstehen , der Eid ist ein Schwur und mit einem Schwur verschwört man sich sowieso … und das fremdwort des Bundes ist del Fascismo … klar jeder professioneller Dolmedscher der Simultanübersetzer ist kann das vollumfänglich bestätigen , der Bund heisst il Fascio … klar das Bankgeheimniss , wieso muss man denn so herzlos Reich werden wollen , wenn dann sowieso 90% des Geldes blutverschmiert ist??? Dann habe ich erlich gesagt , lieber KEIN GELD -das kann ich ja sowieso nicht essen - dafür ein reihnes Gewissen , das wegen mir niemandem zu schaden gekommen ist ….
    Gruss
    Neo

  24. 24 Hans-Peter

    Es ist Zeit dass die Schweizer Bürger sich an die Grundwerte erinnern! Leider ist es so das in unserer Regierung einige “Feiglinge” sitzen und jedem kleinen pips von aussen nachgeben ohne darüber nachzudenken wie sie die Schweiz verscherbeln ohne gegenwert zu bekommen!!!
    Es ist Zeit aufzustehen und für unsere Freiheit zu kämpfen oder wir werden sang und klanglos Untergehen!!! Alles was unternommen wird zur bekämmpfung der Finanz und Wirschaftskriese ist reine Symtombehandlung, erinner wir uns an den Untergang der Swissair!!! Hätte wir die Swissair gleich sterben lassen, hätten wir alle Angestellten der Swissair mit den CHF 4 Mia. an Steuergeldern 20 Jahre lang das gehalt bezahlen können!!!!!

    Es ist Zeit die Ursache der Probleme zu beheben als Symtombehandlung zu betreiben!!!!!

    Gruss Hans-Peter

  25. 25 schauvomberg

    Wir erleben eine spannende Zeit, immerhin ist die

    Welt im Jahr 2000 nicht untergegangen, bis auf ein paar Sektenanhänger. Von der Kirchen (Christliche) haben eigentlich Ihren einfluss verlohren, und wirken eher als stütze userer Gesellschaft. Wir leben im Zeitalter des Fisches noch bis ins Jahr 2150 dann fägt das Zeitalter des Wassermanns an. Also wird unser lieber Gott, für uns abgelöst; ein neuer wird kommen! ABER es soll ein 13tes Sternzeichen Geben, bei der Milchstrasse am Himmel, das leider unheilvolles verspricht.

    die Umwelt, ist vergiftet duch das göttliche Oel das unsern Vortschritt und unseren lebensstandart ermöglicht hat. Durch Kriege zB. AgeandOrange, duch Pestiziede (Landwirtschaft), die Luft durch Flugzeue und Chemtrails usw.
    Die natürlichen Rohstoffe gehen zu ende, Kriege werden geführt! Aus dem Weltall sehen wir bei Nacht wie eine riesige Industrie”Nation” aus. Und unsere Planeten erwärmen sich durch einen neuen Zyklus der Sonne, die uns erheblich beeinträchtigen kann.

    Das ganze Finazsystem ist am wackeln!
    Ich kann ja nachvollziehen das nun an uns Schweizern mit unseren Banken getadelt wird zumal unsere UBS durch von mir nich nachvollziebare Art das ganze anscheinend ausgelöst hat. Ja, duch Geldgeile Banker die nur Bonis wollen, und noch viel mehr Geld.
    Das System war Hypothek mit laufender Wertsteigerung der Immobilie UND dadurch mehr belastbar und ein erhöhter Kredid nötig war um das Haus zu halten. Eine sehr riskante Art zu Wohnen und als Banker ehtiscch fragwürdig!!!
    Diese Wertpapiere wurden Verkauft die Käufer machten daraus Pakete und diese wurden immer grösser gemacht. Bis am schluss die UBS diese kauft und nur auf das prädikat AAA verlässt, ist allein schon ironisch und fast ein lacher Wert. Doch mit 3000 Mitarbeiter allein in den USA kann das doch eigetlich gar nicht sein, andere Banken verkaufen aus heiterem Himmel plötlich die gleichen Pakete und die UBS stockt von 40 auf 60 Milliarden auf, und nun hatten diese Immobielien plötzich weniger Wert und die Mieter können nicht Zahlen, so wurden ganze Stadtvietel unbewohnt, die UBS hatt nur ca. 5% der fragwürdigen Summe und kam in die Schlagzeilen.
    Doch haben wir Schweizer der UBS geholfen mit rund 56 Milliarden!! oder habe ich das geträumt? Also war sie eigentlich wieder “flüssig” und eigenlich besizer von ein paar Häuser! Oder? Also könnte man die Häuser wierder zu einem normalen angemessenen Betrag vermieten, doch nun haben die Leute keine arbeit mehr.
    Was ist denn passiert? wiso war die Inflation rückgängig? Wer hat denn solche Macht???
    Wir haben ein Bakgeheimnis wie können denn alle Wissen wieviel an Ihnen vorbeigeschleust werden?
    Ach ja wir hatten da einen vorfall, sämtliche Daten liefen irgedwie über Amerika! Ach wie kann das sein mit dem Schwarzgeld wenn wir alle seit den 11.9.01 sämtliche Beträge über 3000 Fr. einen Verwendungszweck angegeben werden muss!! Tja, da waren wir ja schon in aller munde, uch. In Ameriica sollen bis zu 30% der Bewohner denken dass das WorldTradeCenter gesprengt wurde!! Doch America soll so habe ich das mal im Internet aufgeschnappt dem Israel gehören??? Kann ich mir nicht Vorstellen aber dei werden schon Einfluss haben, oder denkt Ihr denen wird aus nächstenliebe geholfen?
    Aber nun sind wir mit der SCHWEINESAUCHE beschäftigt, ein Virus von Schwein, Vogel und MENSCH -unvorstellbar das die Natur bis heute nicht geschafft hat. Zufall???

    Das Problem ist das Geld selber, das System funktioniert nicht.
    Kompliment an din Islam anscheinend kennen die kein Zinssystem den es ist Gift für uns! Ausserdem kann es nicht sein das wie in America die Federal Reseve Bank, Dollars drucken darf und für diese Zinsen zu verlangen bei nur 1% Zins gehört Ihr in Hundert Jahren das gesamte Geld das im Umlauf ist, aber die Bürger schulden Ihr noch den gesamten Betrag werden also so Versklaft.
    Wer sich wirklich für das Finanzsystem interessiert dem empfehle ich “Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise - Vortragsreihe mit Prof. Bernd Senf”

    Meine Bitte, mein Wunsch an die euch Schweizer, macht die Augen auf, findet heraus was vor sich geht, die Zukunft der Welt steht auf dem Spiel. Seid Vernünftig und habt estwas mittleid mit den armen Deutschen die noch Krigslasten bezahlen!

  26. 26 Alpenmaidli

    Schweizer haben generell kein Unrechtsbewusstsein, mal nebenbei bemerkt. Das sieht man doch an Hans-Rudolf Merz, denn er gibt nicht zu, dass er in Sachen OECD einen Fehler gemacht hat. Nur die Anderen sind schuld, wie kontraproduktiv für dieses Land. Es ist einfach nur dumm, sich mit der Staatengemeinschaft anzulegen, die Schweiz wird immer den Kürzeren ziehen. Sie ist nur ein winziger Punkt auf der Landkarte, will sich aber mit Ländern wie der Vereinigten Staaten vergleichen. Aufwachen, liebe Eidgenossen, wir leben bereits im 21. Jahrhundert.

  27. 27 Alpenmaidli

    Irrtum, Daniel Martinelli, das Bankkundengeheinmis der Schweiz gibt es als Gesetz erst seit 1935, rein rechnerisch wurde es damit im zweiten Jahr nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erlassen.

    Man frage sich, warum Hitler die Schweiz nicht angegriffen hat, doch wohl nicht deshalb, weil die Schweiz militärisch neutral ist. Nein, hier konnte er seine “Beute” verstecken. Ein Packt mit dem Teufel persönlich. Früher waren es die Nationalsozialisten die ihr Geld in der Schweiz versteckt hatten, heute sind es Steuersünder. Und in beiden Fällen hat die Schweiz in höchstem Masse davon profitiert. Irgendwann ist Schluss mit Lustig, die Internationale Gemeinschaft lässt sich das einfach nicht länger bieten.

  28. 28 zenit

    die frage ist schonmal parteiisch gestellt

    @alpenmaidli 2.weltkrieg 1939-1945

    Hitler brauchte keine Beute zu verstecken, da das deutsche reich mit dem endsieg rechnete
    es ging wohl eher um die transitstrecken die beim angriff zerstört worden wären.

    das einzige was den nazis einen richtigen gewinn eingebracht hat war wohl die Reichskristallnacht… viel spass beim googeln.

    geschichtsstunden ausgelassen?

  29. 29 WARTENWEILER

    Das Unrecht auf dieser Welt sollten wir bei denen suchen die uns Angreifen! Das schlimme ist, man weiss das nur lassen wir schweizer alles mit uns machen, selber schuld!!

  30. 30 Alpenmaidli

    Eine kleine geschichtliche Korrektur: Der Zweite Weltkrieg ist natürlich erst 1939 ausgebrochen. Daher wurde das Bankkundengeheimnis im zweiten Jahr nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten als Gesetz erlassen.

  31. 31 Andreas Feller

    Zur Schweiz gehört das Bankgeheimnis, sozusagen als Unternehmensstrategie.
    Wir können nicht, wie andere Länder, auf die Exportwirtschaft setzen, dafür sind wir
    zu klein.
    Wieso sollten wir unser Bankgeheimnis aufgeben?
    Es wäre vergleichbar mit einer Firma, die ihre langjährige Unternehmensstrategie aufgibt
    und sich somit in den Ruin treibt!

  32. 32 Korrigenda

    Sorry, Alpenmaidli, ich muss dich korrigieren. Der Zweite Weltkrieg fing 1939 an nicht 1933. Du hast dann wohl Hitlers Machtergreifung gemeint.
    Abgesehen von diesem kleinen Fehler gebe ich dir volkommen recht.

  33. 33 Klaus Pollinger

    Wir haben jetzt Weltweit gesehen was für Charakter die Bänker haben.
    Auch der jetzt wieder in Deutschland gelobte Ackermann hat sich schon Millionen eingesteckt.
    Sie alle haben uns mit ihrer Geldgier in eine scheiß Lage gebracht.
    Und es glaube ja keiner das das an der Schweiz spurlos vorrüber geht.
    Und wer bezahlt diese Gauner? Natürlich das Volk. Wir finden uns jetzt alle angegriffen. Warum?
    Wir das Volk sind ja selbst die leidtragenden dieser kranken Bankmanager.
    Also schauen wir ihnen besser auf die Finger statt und über Deutsch oder Franzosen aufzuregen.

    Frage: Hat ein Normalbürger von denen schon was erhalten?

  34. 34 Thomas Börlin

    Die Schweiz sollte endlich einmal auf die anderen Steueroasen (z.B. Guernesey, Jersey) aufmerksam machen, die von der EU geschützt werden. Andere Länder stecken Milliarden in Konjunkturprogramme und müssen nun schauen, woher sie diese Gelder wieder holen können!

  35. 35 Alpenmaidli

    @Zenit: Bist ‘n schlaues Kerlchen. Ich hatte mich bereits korrigiert. Ich meinte natürlich die Machtergreifung Hitlers 1933. Wenn ich alles ausgelassen habe, aber mit Sicherheit nicht die Geschichtsstunden. Für Hitler wäre es ein Leichtes gewesen sich den Weg durch die Schweiz zu bahnen. Aber wie es nun mal so ist im Leben: Eine Hand wäscht die Andere und beide das Gesicht. Sie haben gegenseitig voneinander profitiert, sowohl Hitlerdeutschland als auch die Schweiz.

    @Korrigenda: Danke!

    @Thomas Börli: Das ist das Einzige was die Schweizer können, den moralischen Zeigefinger gegen andere Länder zu erheben. Heul doch. Wie wäre es denn mal mit einem Blick in den Spiegel und eigenem Unrechtsbewusstsein? Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

    @Andreas Feller: Mir kommen die Tränen. Es treibt die Schweiz in den Ruin, wenn sie das Bankkundengeheimnis aufgeben. Das würde lediglich dazu dienen, ein wenig mehr Gerechtigkeit walten zu lassen. In D wird man schon der Steuerhinterziehung bezichtigt, wenn man in der Steuererklärung einen Euro zu viel abzieht. Also, warum nicht die einsammeln, welche die Gemeinschaft wirklich schädigen? Das ein Staat Steuerhinterziehung schützt und dem Vorschub leistet, ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern gehört sanktioniert (Punkt). Ganz gleich wie der Staat heisst. Nur von all denen plärrt die Schweiz am lautesten. Im Moment sägt die Schweiz sowieso an dem Ast auf dem sie sitzt.

  36. 36 Jonas Grütter

    Meine Antwort würde eigentlich NEIN lauten. Aber weil die Frage so schlecht gestellt ist, und dem Befragten die Antwort schon unter die Nase schmiert, habe ich absichtlich auf JA geklickt. Der Sinn hinter der Frage ist schon ok, aber so stellt man einfach keine Fragen…

  37. 37 H. Engelmann

    Wenn ich das richtig verstehe, hat da jemand gesagt der Schweiz fehle bezüglich des Bankgeheimnisses das Unrechtsbewusstsein. Und das hat viele Leute ziemlich verärgert.

    Die erste Frage, die da zu stellen ist, ist doch: Ist das Bankgeheimnis Unrecht, oder nicht? Wenn ja, dann sollten sich alle schämen, die sich über diese Aussage aufregen. Wenn nein, dann hat er ja recht; das Bankgeheimnis ist kein Unrecht und demzufolge kann es auch kein Unrechtsbewusstsein geben. Also gibt es auch keinen Grund emotional zu werden.

  38. 38 thomi

    DAs CHer Bankgeheimnis existiert schon seit 1932, ein Jahr vor der Machtergreifung wegen der Franzosen.

  39. 39 Insanoflexx

    Diese Seite an sich ist schon ein Schuss ins Bein. Je mehr die Schweizer sich öffentlich aufregen und schön plakativ Skimasken beim Fondue aufsetzten, desto mieser wird das Bild nach aussen. Wenn man einfach garnicht mit Gezeter reagiert hätte, wäre die Schweiz auch nicht im Fadenkreuz der Diskussion gelandet…
    Genau die Leute die auf solchen Seiten wütende und hetzerische Beiträge posten sind Schuld an der internationalen Aufmerksamkeit und vielleicht am Ende sogar an den Konsequenzen die für das ganze Land dabei rauskommen.

    Einfach mal Fresse halten!
    (Ich habe übrigens nicht abgestimmt. Die Frage ist so scheisse und dumm gestellt, die hätte in der DEUTSCHEN Bildzeitung stehen können.)

  40. 40 KAJ

    Habe jetzt nicht alle Posts gelesen, aber letztlich ist die Diskussion eine sinnfreie, denn die Frage die vorab zu klaeren waere, ist wohl:

    Soll die Schweiz ihre Souveraenitaet aufgeben oder nicht?

    Wenn nicht, dann sollte die ihre Steuerhoheit erstens behaupten und zweitens so ausueben, wie es den Menschen hier passt. Es geht in dem Streit ja um weit mehr als um das Bankgeheimnis, denn die Schweiz waere auch ohne dieses Geheimnis nicht schlecht dran; Es geht eigentlich um Steuer-Harmonisierung, Gleichschaltung von staatlichen Interessen und den transparenten Buerger, den man behandeln kann wie Schlachtvieh.

    Als Oesterreicher sei es mir gestattet darauf hinzuweisen, dass kleine Staaten in diesem Spiel alles verlieren - Kultur, Souveraenitaet, sogar Mitbestimmung und letztlich auch Courage; Denn der Buerger der geschaffen werden soll, hat keine eigene, regionale oder nationale Identitaet, er definiert sich ueber einen Kalorie-Umsatz von 1500 pro Tag, eine Affinitaet zu einem fest gesetzten Kruemmungsradius der Banane und seinen politischen Opportunismus, der sich immer dorthin wendet wo es das groesste Freibier gibt.

    Bankgeheimnis hin oder her, es geht um Gleichschaltung ohne das Administrations-Aufwand abgebaut wird, es geht um die Aufgabe von Identitaet und Nationalitaet in einer pseudo-sozialistischen Marschrichtung.

    Die Schweiz ist noch eine Insel der Seeligen und es ist ihr zu wuenschen, dass sie es auch noch ein bisschen bleiben darf!

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