Ist es richtig, dass das Bankgeheimnis per se eine Anstiftung zur Steuerhinterziehung ist?
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…wofür sonst, als zur Steuerhinterziehung soll den das Bankgeheimnis gut sein? Das Argument der “Wahrung der Privatsphäre” ist ja lächerlich. Ein funktionierender Staat ist auf Steuereinnahmen angewiesen.
In Zeiten, wo Banken mit Milliarden von Steuergeldern gerettet werden, ist es erst Recht eine Schweinerei, wenn die Banken dem Staat Steuereinnahmen vorenthalten bzw. Steuerhinterziehung begünstigen.
L.
@ Also befürworten Sie auch, dass das Steueramt automatisch Einsicht in alle Ihre Konti hat.
Im Übrigen reiche ich ohnehin alle Kontoauszüge den Steuerbehörden ein.
Die Steuer auf dem Vermögen ist ohnehin - sofern sie nicht Multimillionär oder gar Milliardär sind - vernachlässigbar und im vorstehenden Falle kann sie elegant mittels einer Truststruktur in verinigten Königreich vermindert werden…
Der “kleine Mann” hat nur wenig Möglichkeiten Steuern zu hinterziehen - schliesslich gibt es ja Lohnausweise und das Einkommen ist das was wirklich ins Gewicht fällt. Die Unternehmer und Grossverdiener können dies elegant lösen, indem ein Teil des Verdienstes an einem steuergünstigen Ort anfällt, wo sie beratend tätig sind. Tja, auch ich bin vielleicht ein wenig neidisch, doch nicht missgünstig, denn wer selbst ein beträchtliches Vermögen erarbeitet hat, der kann von mir aus dieses auch steuerlich optimieren. Irgendwo fallen immer Steuern an. Beim kleinen Mann im Land selbst, beim Unternehmer in der Firma in Deutschland und sin der Holdinggesellschaft an einem anderen Ort.
Und guter Mann, wie gesagt: Die Einnahmen aus der Besteuerung von Vermögen fallen längst nicht so ins Gewicht wie die Einnahmen aus der Besteuerung von Einkünften, welche nicht so einfach umgangen werden können. Zudem haben Sie in der Schweiz die Verrechnungssteuer, um die Schweizer zur Steuerehrlichkeit zu bewegen (Abzug von 35% der Erträge direkt durch die Bank) und die Zahlstellensteuer für Ausländische wirtschaftlich Berechtigte…
Dani
Es ist mir nicht verständlich, wieso der Staat ( nein, das sind nicht wir alle - sondern eine korrupte Klique von Parteibonzen und ihr Beamtenvehikel)sich in meinen Konten etc. umsehen soll. Die kümmern sich einen Dreck um das, was ich will, geschweige denn das Volk. Und ganz besonders der deutsche - nein Staat ist das nicht, sondern die BRD-GmbH, denn für einen Staat sich alle 3 Voraussetzungen nicht erfüllt, aber das ist eine lange Gecshichte, wer`s wissen will, sollte sich unter “Die Jahrhundert-Lüge” informieren.
Also nochmals zum Bankgeheimnis:
Beim Steuerausgleich muss ich alles, was zu meinen Gunsten steuermindernd geltend gemacht werden soll, angeben. nachweise, erbringen, etc. Ist auch o.k. Und damit hat es sich. Sollten Dinge nicht plausibel sein, wird der Finanzprüfer mich schon fragen, und ich werde ihm antworten.
Aber das ist alles ken Grund, in meinen Konten “Abgleiche” durchzuführen. Der Staat ist ursprünglich mal für die Bürger dagewesen, aber das war mal, wie im Märchen.
Und warum sollte ich Vertrauen in einen Staat (s.o.) haben, wenn er doch kein Vertrauen in mich hat?
Ich wüsste nicht warum.
in der ganzen Diskussion vermisse ich einfach die Tatsache, dass die Länder, die sich bitter über unser Bankgeheimnis beschweren und über Steuerflucht klagen, dass es IHRE Gesetze sind, die die Menschen dazu bringen, ihr Geld in “Sicherheit” zu bringen. Wer will denn sein sauer verdientes Geld alles dem Fiskus abgeben, oder den grössten Teil? Soviel mir bekannt ist, sind es nicht nur die Superreichen, die ihren Ländern den Rücken kehren (Schumi, Becker, Müller, Flick, Delon, Loren etc…) oder ihr Geld irgendwohin schieben. Es fällt mir auch auf, dass Schweden - eines der höchst besteuerten Länder der Welt - nicht jammert. Was machen die, das Frankreich, Italien und Deutschland nicht schaffen?????
Also ich denke JEDES Land würde zu einer Steueroase, oder ein Bankplatz, wenn sie denn könnten, auch dann, wenn sie Frankreich und Deutschland, England oder sogar Amerika heissen sollten.
Also, immer schön vor der eigenen Haustür kehren….dann klappt’s schon.
Apzocken ist ja nochmals ein Thema, aber keins der Schweiz, das gibts wohl überall, auch hier in Österreich fühle ich mich öfters abgezockt….
Felix
Anstiftung zur Steuerhinterziehung ist es nur, wenn man ein Geschäft betreibt, ins Ausland reist und Klienten Taktiken zur Steuerhinterziehung präsentiert. Amerika zum Beispiel kennt keine Kapitalsteuer, nur Einkommenssteuer. Länder mit vielen Analphabeten haben keine Steuererklärung. Sie schlagen die Steuer auf Material und Lebensmittel drauf. Wie man die Steuer eintreibt ist die Sache des Landes. Die Bauern zahlen eine Kopfsteuer und die Reichen einen hohen Progressiven Satz, plus Luxussteuer, plus Mehrwertsteuer. Transparenz gibt Neid, und Neid ist der Untergang. Reiche verdienen nach allen Riskoabzügen 1-2% am Kapital, schaffen Stellen und bemühen sich um ein Mehrwert. Die Mittelschicht kauft sich ein riesiges Auto, investiert nicht und gibt alles noch auf pump aus und sind neidisch dass sie keinen Jet besitzen. Anhand der Forbs liste haben Reiche sehr viel gelitten. Die Anzahl von Milliardären von welchen unsere Jobs abhängig sind sind auf die Hälfte geschrumpft. Kapital muss frei und unkontrolliert fliessen können, damit es effizient triagiert und verwendet werden kann. Kontrollen sind hinderlich. In der Slovakei muss man schon den Pass zeigen wenn man CHF 100 wechselt, in Panama wenn man $20 ausgibt. Das will der Bürger nicht. Wenn also jemand nicht versteuert, dann trägt dieser selbst das Risiko und gewinnt wenig, denn man muss immer damit rechnen, dass es in ein paar Jahren mit Busse nachgezahlt wird, was meist passiert wenn jemand stirbt oder scheidet und das Vermögen fällt. Wer will das? Die Spitze des Eisbergs (Reiche) zu schröpfen wäre dumm, aber wenn ein Staat wie Deutschland dies tut, dann ist Kapitalflucht das Resultat davon. Die USA wird mehr durch Kapitalflucht verlieren wie sie mit ihrer Kontrollmanie eintreiben wollen. Das zahlt schlussendlich wiederum der Bürger. Reichtum beginnt im Kopf nicht mit Gier oder Eifersucht.
Als erstes bin ich stolz in einem Land zu leben, in dem man den Bürgern vertraut seine Steuererklärung wahrheitsgetreu auszufüllen und ihn nicht ohne jeglichen Grund unter einen generellen Verdacht des Steuerbetruges/Steuerhinterziehung stellt. Zweitens denke ich, dass in unserem Sozialstaat unser Steuersystem sehr gut funktioniert und irgendwelche anreize für eine Steuerhinterziehung oder eines Steuerbetruges nur von einem kleinen Anteil der Bevölkerung ausgenutz wird. Drittens Behaupte ich, dass die Kosten eines zusätzlichen Kontrollaufwandes um dies “100%” zu verhindern die verlorenen Steuereinnahmen bei weitem Übersteigen. Wenn man bedenkt, dass “nur” 8.5% der Wertschöpfung (Quelle: 19.04.09 NZZ am Sonntag: Finanzplatz schrumpft)der Schweiz aus dem Finanzplatz kommt und dass wahrscheindlich nur ein sehr geringer Anteil davon “fremdländisches hinterzogenen Steuergeld” ist macht den riesen grossen Aufruhr aus dem Ausland nur lächerlich.
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Schweiz hat ein sehr effizientes und gesellschaftlich ertragbares Steuersystem.
Und wenn schon. Es ist nicht eine Anstiftung zu einem strafrechtlich relevanten Delikt in der Schweiz. Nur das zählt.
Oder müssen wir in Zukunft fremdgehende Ehepartner steinigen, nur weil dies Somalischem/ Islamischen Recht entspricht? Jede Nation macht die eigenen Gesetze für ihr eigenes Territorium und für ihre eigenen Bewohner/ Bürger.
Bankgeheimnis für unsere landsmänner JA jedoch für nimand anders den ich finde es schön das jeder schweizer bürger das vertrauen vom staat bekommt das er ja seuberlich seine steuern zahlt
Das Bankgeheimnis basiert auf einer jahrhundertealten Kultur der Verschwiegenheit bei Handelsgeschäften von Privatbanken. In der Schweiz wurde es aber formell erst durch das Inkrafttreten des Bankgesetzes 1935 verankert. Dieses wurde nach der staatlichen Rettung der Schweizerischen Volksbank im Dezember 1933 nötig, da nach diesem Vorfall wegen dem Druck der Öffentlichkeit das Bankenwesen unter stärkere staatliche Kontrolle gestellt werden musste.
<>
So ein Gesetz haben eigentlich alle Länder. Ich kann nicht auf einr amerikanischen Bank an den Schalter gehen und die Kontoinformationen eines anderen Menschen erlangen.
Die Frage nach dem Sinn und Zweck unseres Bankgeheimnisses, ist also hiermit geklärt. Oder?
Dass der Schweizer Staat Vertrauen in sein Volk hat, muss man ja auch mit VST 35 % bezahlen, welche man nur bei korrekter Angabe in der StE zurück- bzw. angerechnet bekommt. Diese 35 % rentieren sehr, da hätte ich auch Vertrauen in mein Volk in der Hoffnung, keiner gibt seine Konten an
Das Bankgeheimnis in seiner jetzigen Form schadet definitiv dem Schweizer Staat und somit der CH-Bevölkerung auf internationaler Ebene und isoliert uns. Wir werden Aufträge und somit Jobs und Geld usw. verlieren. Ich finde, das ist das jetzige Bankgeheimnis nicht wert. Wir sollten hier nicht ganz so eidgenössisch denken
Wozu ist ein Bankgeheimnis gut? Es ist doch keine Schande, ehrlich erarbeitetes oder auch ehrlich verdientes Geld zu besitzen und davon zu Allgemeinwohl eine Steuer zu entrichten. Ein Bankgeheimnis ist doch letztendlich nur von Nutzen, illegales Geld zu verstecken, Geldwäsche zu betreiben und Steuern zu hinterziehen - also nur zu kriminellen Machenschaften. Wenn ich alles, was ich besitze, legal erworben habe, auch mit legalen Spekulationen, muss ich das nicht verheimlichen oder verstecken (siehe deutsche Steuerhinterzieher). Ich möchte gerne mal wissen, wer alles geheime Konten in der Schweiz unterhält. Sicher reicht die Spanne von Terrororganisationen bis zur organisierten Kriminalität (Drogenhandel, Menschenhandel, illegaler Waffenhandel usw.) Welchen Grund sollte es sonst geben, das Bankgeheimnis zu nutzen. Die Schweiz zieht damit Kapital in ihr Land. Von Schweizer Uhren und Käse allein ist der Wohlstand wohl auch nicht erklärbar.
Irgendwie klingt die Hetze schon sehr populistisch und irgendwie abscheulich “Anstiftung zur Steuerhinterziehung”… Wir wissen aus der Geschichte, dass nichts den gemeinen Volkszorn leichter und nachhaltiger entzuendet als der Neid und dank aufmerksamer Leserschaft fand ich viel davon zwischen den Zeilen dieses Blogs…
Der Neid treibt offensichtlich zu merkwuerdigsten Schluessen und Annahmen, wie zum Beispiel, dass alle die nicht wollen, dass jeder weiss was sie besitzen, schlechte Menschen sind oder Steuern hinterziehen wollen.
Da wird gleich mal ein kriminelles Potential unterstellt, gar ein terroristisches Bewusstsein herbeiphantasiert, obwohl doch eigentlich die meisten Menschen, die sich ueber ihr Eigentum ausschweigen genau das verhindern wollen - diesen blanken Neid. In der Schweiz lebt man selbst mit vollen Taschen auf kleinem Fuss, als Auslaender eines vormals imperialen Landes, ein schwierig zu verstehender und noch schwieriger zu kopierender Umstand. Aber schon nach kurzer Zeit erkennt man den Mehrwert und pflegt dieses Understatement.
Drogenhandel, Menschenhandel, illegaler Waffenhandel!?? Naja… wer weiss… aber die ueberwiegende Mehrheit von 99,9% interessiert sich doch eher fuer die Bereiche sozialer Friede, Gewaltenkontrolle und dem Recht auf Privatsphaere; Denn auch wenn auslaendische Beamte und die linke Internationale behaupten es gaebe kein “Privat”, so findet man doch in der Mehrheit europaeischer Rechtssysteme eine andere Wahrheit. Das Bankgeheimnis stiftet nicht zur Hinterziehung an, sondern zur Maessigkeit, es ist kein Versteck fuer “Oeffentliches”, sondern eine angemessene Schatulle fuer “Privates”.
Wer dem widerspricht, hat entweder selbst zuwenig “Privates”, neidet es den anderen die vielleicht mehr haben oder eine exhibitionistische Ader die er aber vielleicht besser im Badi auslebt als an der politischen Front;
Wer darueberhinaus der Recht auf Privatsphaere und Eigentum untergraebt und als kriminell anprangert soll doch ein bisschen Zeitgeschichte schnuppern und sich doch mal zu den oestlichen Nachbarn gesellen - dort hat man ein Jahrhundert lang Erfahrungen mit der Aufgabe des Eigentums…